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Vibrationsunterstützte Physiotherapie bei Skeletterkrankungen im Kindesalter

Hintergrund
Durch adäquate Muskelaktivität wird das Knochenwachstum gefördert, entsprechend durch Immobilität Knochen abgebaut (
Schönau und Frost, 2002; Schönau et al. 2002) . Diesen Zusammenhang nennt man „Muscle-Bone-Unit“ (Schönau et al. 2002). Die treibende Kraft für die Skelettentwicklung ist die aktive Nutzung der Muskulatur. Kinder mit Bewegungsstörungen sind aufgrund ihrer primären Erkrankung nicht in der Lage, adäquate Muskelaktivität durch Bewegung zu erzeugen, und entwickeln aufgrund dessen sekundär Skelett-Erkrankungen. Zur Aktivierung der Muskulatur haben sich verschiedene, physiotherapeutische Trainingsprogramme bewährt. Diese zielen auf eine aktive Nutzung der Muskulatur ab. Unter Berücksichtigung der „funktionellen Muskel-Knochen-Einheit“ führt eine aktivere Muskelnutzung zu einem knochenaufbauenden Effekt und somit zu einer Stabilisierung des Skelettsystems und einer Reduktion der sekundären Osteoporose.

“Durch Vibrationstraining können bei Patienten mit Bewegungsstörungen Muskelkraft und Koordination unabhängig von der willentlichen Ansteuerung verbessert werden.“


Eine neuere Möglichkeit zur Unterstützung des physiotherapeutischen Trainings ist der Einsatz der Ganzkörpervibration. Die Vibrationsplatte erzeugt Bewegung, die den Körper in Schwingungen versetzt. Die eingeleiteten Schwingungen lösen in schneller Folge Dehn-Reflexe aus, die eine Kontraktion der Muskelgruppen zur Folge haben, und so zu einem Zuwachs an Muskelkraft und Muskelleistung führen (Rittweger et al. 2003; Cardinale und Bosco, 2003) . Durch diese reflex-gesteuerte Form des Trainings können bei Patienten mit Bewegungsstörungen Muskelkraft und Koordination unabhängig von der willentlichen Ansteuerung verbessert werden.

In Pilotstudien mit Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen immobilisierenden Erkrankungen konnte ein sicherer Einsatz dieser Methode gezeigt werden. Bei Kindern mit einer Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit) konnte eine Zunahme der Muskelkraft nachgewiesen werden (
Semler et al. 2007; Semler et al. 2008) . Auch bei Kindern mit einer muskulären Ursache für ihre Immobilität wurde das Vibrationstraining untersucht, und es zeigte sich ein sicherer Einsatz bei Kindern mit Muskeldystrophie Duchenne und Spinaler Muskelatrophie (Vry et al. 2013). Bei jungen Erwachsenen mit einer Cystischen Fibrose (Mukoviszidose) wurde eine Zunahme der muskulären Leistungsfähigkeit nachgewiesen (Rietschel et al. 2008).
Die Studie
Aus den oben genannten Erkenntnissen entstand das multimodale Rehabilitationskonzept der Regelversorgung „Auf die Beine“ und wurde somit den Patienten zugänglich gemacht. Kurze, intensive, stationäre Phasen werden mit 6 Monaten häuslichem Ganzkörpervibrationstraining kombiniert, welches durch die Eltern durchgeführt wird („Intervalltraining“); somit werden die Eltern zu Co-Therapeuten und können die Therapie zu Hause weiter fortführen. Das Rehabilitationsprogramm ist auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Bewegungsstörungen ausgerichtet und besteht aus einem zwei-wöchigen stationären Aufenthalt zu Beginn und einem sechs-tägigen Aufenthalt nach drei Monaten. Zur Kontrolle und Erfassung der Nachhaltigkeit erfolgen ambulante Untersuchungen sechs Monate nach Beginn (aktive Phase) und nach 12 Monaten (6 Monate nach Beendigung der aktiven Phase). Während des ersten stationären Aufenthaltes werden die Eltern und Patienten für ein häusliches sechs-monatiges Ganzkörpervibrationstraining angeleitet. Das Trainingsgerät wird den Familien für sechs Monate zur Verfügung gestellt. Das häusliche Training wird 10 Mal pro Woche für 3x3 Minuten durchgeführt und die häuslichen Übungen werden entsprechend der individuellen Zielsetzung ausgewählt.

“Bessere Mobilität? Bessere Skelettentwicklung? Nur dank vibrationsunterstützter Physiotherapie!“

Resultate
Bei 356 Kindern mit einer zerebralen Bewegungsstörung konnte eine positive Entwicklung der Mobilität nach Teilnahme am Konzept „Auf die Beine“ gezeigt werden, die auch nach sechs Monaten nach Beendigung der Maßnahme erhalten blieb (Stark et al. 2013). Diese Ergebnisse konnten auch bei Gruppen mit anderen Erkrankungen (Spina Bifida und Osteogenesis Imperfecta) beobachtet werden (Hoyer-Kuhn et al. 2014; Stark et al. 2015). Vorangegangene Arbeiten zeigten, dass das Training innerhalb des Konzeptes „Auf die Beine“ durch die verbesserte Mobilität auch einen positiven Effekt auf die gesamte Skelettentwicklung hat (Stark et al. 2010).
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