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Osteoporose die stille Krankheit

Hintergrund

"Das Risiko einer 50jährigen Frau an einer Hüftfraktur zu sterben, ist gleich gross wie das Risiko an Brustkrebs zu sterben"

Meistens nehmen wir unsere Knochen erst wahr, wenn wir ein Problem mit ihnen haben, zum Beispiel nach Frakturen, die durch den altersbedingten Knochenschwund, die Osteoporose, ausgelst werden. Ein Knochen ist aber hnlich wie der Muskel ein sehr dynamisches System, welches stndig von den knocheneigenen Zellen umgebaut wird. Auf diese Weise kann der Knochen auf die von aussen gestellten Anforderungen reagieren und altes Knochenmaterial durch neues ersetzen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Knochen unter kontrollierten Bedingungen sehr empfindlich auf mechanische Vibrationen reagieren (Rubin et al. 2003). Vibrationstherapie scheint also eine vielversprechende Technik zu sein, um direkt auf den Knochen wirken zu knnen. Dennoch zeigen die klinischen Studien zu diesem Thema unterschiedliche Resultate, werden aber ber das Gesamte gesehen, als positiv beurteilt (Slatovska et al. 2010). Die Grnde fr diese Unterschiede liegen vor allem in den verschiedenen Studiendesigns, da es bis heute noch nicht klar ist, welche Werte fr die Frequenz, Amplitude und Dauer der Vibrationstherapie gewhlt werden sollen und ob diese Werte abhngig von Position, Belastbarkeit, Grsse und Gewicht des Patienten sind. Zudem gibt es einen grossen Bedarf optimale Trainingskonzepte zu definieren, die garantieren, dass der gewnschte Knochen erreicht wird, da fr den Knochen allgemein angenommen wird, dass nur der vibrierte Knochen auch stimuliert wird.
Vibration am Tiermodel
Als Alternative zu den Versuchen am Menschen, wo wir limitiert sind in der Auswahl der Versuchsteilnehmer und Versuchsparameter, stellen Tiermodelle eine Mglichkeit dar, Grundlangen der Reizgestaltung besser zu verstehen und somit eine Optimierung dieser Parameter zu ermglichen. An der ETH Zrich und anderen Universitten weltweit wurde in den letzten zehn Jahren Modelle entwickelt, die es erlauben, kontrollierte Versuche durchzufhren. Dabei knnen die verschiedenen Parameter getrennt voneinander untersucht und mit modernsten bildgebenden Verfahren ausgewertet werden (Lambers et al. 2012).
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In diesen Versuchen hat sich gezeigt, dass neben der Frequenz, Amplitude und Lnge des mechanischen Signals auch die Grsse und Form des Knochens eine massgebliche Rolle spielen und die Input-Parameter des mechanischen Stimulators angepasst werden mssen, um die gleichen Resultate in allen Gruppen zu erreichen. Obwohl typischerweise hhere Amplituden auch eine hhere und schnellere Anpassung zur Folge haben, ergibt sich dadurch auch die Gefahr, dass es zu berlast und Mikrofrakturen kommen kann. Es gilt also nicht die Amplitude zu maximieren, sondern ein Optimum zu finden. Wie die Amplitude, aber auch die anderen Parameter, mit Grsse und Gewicht skalieren, ist aber nach wie vor unbekannt.

“Es braucht Evidenz-basierte Anwendungskonzepte"

Es ist aber bekannt, dass bereits sehr kurze Vibrationseinheiten in der Grssenordnung von Minuten pro Bereich sehr erfolgreich sein knnen. Ebenfalls wichtig ist, dass gengend Erholungsphasen eingebaut werden, so dass sich das biologische System auch wieder von diesem Reiz erholen kann.
Vibrationstraining am Menschen
Mechanische Vibrationen wirken anabolisch auf den Knochen und knnen die Knochenqualitt positiv beeinflussen (Rubin et al. 2003). Klinische Studien zeigen signifikante Verbesserungen der Knochendichte bei postmenopausalen Frauen, Kinder und Jugendlichen (Slatovska et al. 2010). Bei jungen Erwachsenen, die einer monatelanger Bettruhe unterzogen wurden, konnte der Knochenabbau vollständig verhindert werden (Rittweger et al. 2011).
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Vibrationstherapie ist eine vielversprechende neue Technologie, aber bevor genaue Anweisungen fr den praktischen Gebrauch gemacht werden knnen, braucht es gross angelegte kontrollierte Langzeitstudien, die es erlauben, die optimale Frequenz, Amplitude und Lnge zu bestimmen, wobei die optimale Einleitung des Vibrationssignals in den gewnschten Bereich gemss klar definierten und evidenzbasierten Anwendungskonzepten erfolgen muss.

“Können wir Osteoporose stoppen? Können wir Frakturen verhindern? Vibrationstherapie scheint auch aus eigener Erfahrung sehr vielversprechend zu sein."

Q
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