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Betrieblichen Gesundheitsförderung mit Vibration

Einleitung
Die Erforschung prventiver Massnahmen fr Muskel-Skelett-Beschwerden hat Brisanz, da muskuloskelettale Beschwerden zu den hufigsten und teuersten Gesundheitsproblemen erwerbsttiger Personen in den westlichen Industriegesellschaften gehren und dadurch jhrlich enorme Kosten erzeugen. Allein unspezifische lumbale Rckenschmerzen, nur eine mgliche Form muskuloskelettaler Beschwerden, verursachen in den westlichen Lndern jhrlich Kosten in der Hhe von ca. 1% des Bruttosozialproduktes29. Gemss dem nationalen Forschungsprogramm NFP 53 «Musculoskeletal Health - Chronic Pain» zeigen sich in der Schweiz vergleichbare Verhltnisse. In einem Bottom-up approach der Wochenprotokolle ber ein Jahr auswertet, schtzten Wieser und Kollegen die direkten Kosten durch ,muskuloskelettale Beschwerden in der Schweiz auf 4 Mrd. Franken30.
Trotz intensiver Forschungsbemhungen und des damit verbundenen besseren Verstndnisses der Entstehung Muskuloskelettaler Beschwerden, sind effektive und praktikable Prventionsmglichkeiten bis zum jetzigen Zeitpunkt kaum vorhanden. Bewegungsbezogene Interventionen werden zwar als vielversprechend bewertet31,32, jedoch sind viele dieser Anstze fr den Einsatz am Arbeitsplatz nicht geeignet.
In den Studien unserer Arbeitsgruppe wird die Stochastische (zuf
llige) Ganzkrpervibration (SR-WBV) als bewegungsbezogene Intervention angewandt. Die Umsetzung erfolgte in Schweizer KMU und Grossbetrieben. Die Ergebnisse der Studie falllen insgesamt sehr erfreulich aus: So konnte in einer ersten Studie in einem metallverarbeitenden Betrieb durch eine relativ kurze Trainingszeit von nur vier Wochen eine signifikante Abnahme von MSB und eine signifikante Zunahme des Wohlbefindens der Teilnehmenden in Muskeln und Gelenken nachgewiesen werden33 34.
Zudem fiel auch eine erste Einsch
tzung der Akzeptanz und konomie der Stochastischen Ganzkörpervibration positiv aus. Eine weitere Interventionsstudie mit analogem Design und Angestellten eines Technologiekonzerns, die vorwiegend sitzend im Bro ttig waren, replizierte die positive Wirkung der Stochastischen Ganzkrpervibration35. In dieser Interventionsstudie konnte auch ein erster Wirkungsnachweis der Stochastischen Ganzkrpervibration auf die Gleichgewichtsleistung in einem standardisierten Balancetest gezeigt werden. Aufgrund des Pilotcharakters dieser ersten beiden Interventionsstudien bedurften jedoch die Resultate einer Replikation in einem Randomized Controlled Trial (RCT). Ausserdem waren die Wirkungsprozesse noch weitgehend unklar: Vertiefende Laborstudien waren daher notwendig.
Nachweis der Trainingswirkung
Die Resultate des ersten Laborexperiments zeigen, dass sich Personen in der Gruppe, welche mit 5Hz-Frequenz trainierten (verum Bedingung), bezglich muskuloskelettalen Beschwerden signifikant von der Gruppe, welche die Stochastische Ganzkörpervibration mit 1.5 HZ Frequenz (Kontroll-Bedingung) absolvierte, signifikant unterschied (p = .047). Der Trainingsaufwand war fr beide Gruppen derselbe, die Effekte jedoch klar unterschiedlich. Nur die verum-Gruppe mit 5 HZ hatte eine positive Wirkung auf die Muskulatur36.
  • unmittelbare physiologischen Veränderungen
    In einer weiteren Laborstudie wurde die muskul
    re Aktivitt des lumbalen M. erector spinae, Mm. trapezii pars ascendens und descendens im aufrechten Stand whrend der Stochastischen Ganzkrpervibration ber das EMG untersucht (Blasimann, Fleuti, Rufener, Elfering, & Radlinger, 2014). 20 gesunde Probandinnen (zwischen 19 und 26 Jahren) haben ab 6Hz eine signifikant hhere Aktivitt aller drei Rckenmuskeln verglichen mit der Ruhemessung (p-Werte ≤ 0.027).
    Die selbstberichtete Entspanntheit der Muskulatur nach 6 Hz SR-WBV war signifikant gr
    sser als vor dem der Stochastischen Ganzkrpervibrationund nach der 2Hz Kontroll Bedingung. Die Durchblutung der mittleren Rckenregion nahm ebenfalls signifikant zu. Die Herzratenvariabilitt jedoch nderte sich durch das 6 Hz SR-WBV kaum. Die kardiovaskulre Trainingsbelastung war demnach gering und das Training demnach auch fr untrainierte Personen von der Belastungsseite her unbedenklich.37
  • Nebenwirkungen
    Eine wichtige Frage im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsf
    rderung durch die Stochastische Ganzkrpervibration betrifft mgliche Nebenwirkungen. Dies insbesonders, da Vibrationen whrend der Arbeitsttigkeit als Risikofaktor fr die Entstehung von Rckenbeschwerden gelten.38 39 Radlinger und Kollegen erstellten ein Literaturreview und fanden insgesamt selten berichtete Nebenwirkungen. In 112 gefundenen Publikationen (davon 104 mit sinusfrmiger Vibration, 8 mit stochastischer Vibration) wurden insgesamt 83’569 Trainingseinheiten absolviert. Es zeigten sich 100 Nebeneffekte. Die Auftretenshufigkeit von Nebenwirkungen ist demnach gering (sinusfrmiges Vibrationstraining: 0.00120%, stochastisches Vibrationstraining: 0.00069%).40, 41
Gross-angelgete Vibrationstraining-Studien in einem Grossunternehmen
Die bersichtsarbeit von Bell und Burnett (2009) legt nahe, dass grossabgelegte Studien (Randomized Control Trias, RCTs) in den bestehenden aktivittsbezogenen Interventionsstudien zur Prvention von muskuloskelettalen Beschwerden rar sind.42 Bislang sind nur zwei Publikationen bekannt, in welchen ein RCT, mit den wichtigsten methodischen Gtemassstben umfassend, durchgefhrt wurde. Aufgrund der oben berichteten Hinweise auf eine prventive Wirkung der Stochastischen Ganzkrpervibration wird ein aufwndiger methodologisch-qualitativ hochstehender RCT durchgefhrt.

  1. Nachweis der kurz- und langfristigen Wirksamkeit
    Die kurzfristige wie auch die langfristige Wirksamkeit eines achtwchigen Vibrationstrainings konnte im RCT mit 180 TeilnehmerInnen besttigt werden. So profitierten die Teilnehmenden am Training von einer Verbesserung des muskuloskelettalen Wohlbefindens und der muskuloskelettalen Entspannung und berichteten zudem von einer Reduktion der Einschrnkungen alltglicher Ttigkeiten sowie der Arbeitsfhigkeit. Es profitierten insbesonders Personen mit nur moderater selbstberichteter Gesundheit.43

  2. Analyse der «Dose-Response»– Beziehung zwischen Trainingsintensitt und Outcome
    Im Zusammenhang mit der Wirkung des SR-WBV wurde ein genauerer Blick auf den Zusammenhang zwischen der Trainingsintensitt und der Wirkung geworfen («Dose-Response»-Beziehung). Die Wirkung des SR-WBV erwies sich dabei zum einen in Abhngigkeit der Trainingsfrequenz und zum anderen in Abhngigkeit der Anzahl Trainingsserien. Am meisten profitierten mit einer Erhhung des muskuloskelettalen Wohlbefindens und der muskuloskelettalen Entspanntheit diejenigen Personen, die regelmssig und mit einer hohen Frequenz trainierten.

  3. Prfung der Nachhaltigkeit
    Fr den Einsatz der Stochastischen Ganzkrpervibration in der betrieblichen Gesundheitsfrderung ist es wichtig, dass eine Trainingswirkung anhlt und nicht sofort whrend einer trainingsfreien Periode verpufft. Nach 8-wchigem SR-WBV wurde eine anhaltende Abnahme der muskuloskelettalen Beschwerden whrend vier anschliessenden Wochen beobachtet. Zudem konnte das Level an muskuloskelettalem Wohlbefinden und an muskuloskelettaler Entspanntheit, welche durch das Zeptortraining gewonnen wurden, gehalten werden. SR-WBV lsst sich somit als eine nachhaltige Trainingsmethode besttigen.

  4. Erfassung der Balanceleistung in einem Gleichgewichtstest
    Durch die Stochastische Ganzkrpervibration konnte eine leichte Verbesserung der Krperbalance (weniger mediolaterale Ausgleichsbewegungen auf der Balancemessplatte) erzielt werden.44

  5. Akzeptanz des Vibrationstrainings
    Das Zeptortraining erfreute sich in der Studie einer hohen Akzeptanz. Die Teilnehmenden nahmen mehrheitlich regelmssig nach Trainingsplan am Zeptortraining teil. Ein grosser Teil der Teilnehmenden wrden das Gert auch weiterhin bei Verfgbarkeit benutzen sowie dieses weiterempfehlen. Die hohe Akzeptanz des Zeptortrainings ist insbesondere seinem geringen Zeitaufwand (konomie) und der unkomplizierten Handhabung (keine Vorbereitungen wie Umziehen notwendig, einfache Anwendung) zu verdanken.
Fazit
Das Stochastische Ganzkrpervibrations-Training ist eine praktikable und erfolgsversprechende Prventionsmassnahme von Muskuloskelettalen Beschwerden in der betrieblichen Gesundheitsfrderung.
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